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[Link] Arbeitseinheit Sozialpsychologie an der Universität Münster
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Antragsteller:
Prof. Dr. Ursula Piontkowski
Prof. Dr. Wolfgang Keil
Projektmitarbeiter(in):
Dipl.-Psych Juliane Hartmann
Schlagwort(e):
Gruppengedächtnis | Informationsgewinn | Wissensintegration
Wenn Gruppen das spezifische (ungeteilte) Wissen einzelner Gruppenmitglieder zusammenführen, verfügen sie über ein Potential, das sie zu einer effektiveren Aufgabenbearbeitung befähigen sollte als dies in Einzelarbeit möglich wäre. Im Prozess der Informations- und Wissensintegration kommt es jedoch zu Verlusten, die auf Probleme bei der Koordination, der Motivation und der Information zurückgehen.
Ziel des Projektes ist es, ein besseres Verständnis zum Zusammenspiel von Aufgabe und Werkzeug zu gewinnen und Prozessgewinn-Möglichkeiten bei der Wissensintegration in computer-mediierten Gruppen aufzuzeigen. Ergebnisse aus dem ersten und zweiten Forschungsabschnitt zeigen, dass durch Maßnahmen der Aufmerksamkeits-, Kommunikations- und Arbeitsphasensteuerung Informationsgewinne in computer-mediierten Gruppen gegenüber Face-to-Face Gruppen erzielt werden können. Im dritten Forschungsabschnitt wird der Einfluss individueller und gruppenbezogener motivational-kognitiver Faktoren auf Informationssammlungs- und Wissensintegrationsprozesse untersucht. Weiterhin werden aufbauend auf Piontkowskis (2002) prozessorganisatorischem Passungsmodell, dem task-interaction-requirement-model, verschiedene Bedingungen einer Aufgabenphasen- und Interaktionssequenzierung mit technologischer Unterstützung u.a. bei der Zusammenführung der Arbeitsprodukte aus den einzelnen Phasen realisiert. Schließlich wird geprüft, ob unter optimaler Prozessorganisation in computer-mediierten Gruppen auch ungünstige Motivkonstellationen aufgebrochen werden können und das tatsächliche Wissenspotential der Gruppen ausgeschöpft werden kann.