Innerhalb des Schwerpunktprogramms arbeiten Forscher aus den Disziplinen Psychologie, Informatik und Pädagogik eng zusammen. Dieser Umstand erlaubt es, den Forschungsgegenstand von mehreren Seiten zu beleuchten und technische Möglichkeiten und menschliche Fähigkeiten bei der Analyse der netzbasierten Wissenskommunikation gleichermaßen zu berücksichtigen. Regelmäßige Treffen und ein gemeinsamer virtueller Arbeitsraum (BSCW) bieten den Wissenschaftlern die Gelegenheit, sich über Methoden, theoretische Konzeptionen und Forschungsergebnisse auszutauschen und gemeinsame Vorhaben zu verfolgen.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine umfassende interdisziplinäre Forschungsagenda zu erstellen, die hilft, neue Forschungshypothesen zu generieren und die zukünftige Entwicklung des Forschungsbereichs anzubahnen. „Netzbasierte Wissenskommunikation“ soll dabei als eigenständiges interdisziplinäres Forschungsfeld etabliert werden.
Ziel des Schwerpunktprogramms ist es, die grundlegenden Eigenschaften von Computernetzen als Medium der Wissenskommunikation zu untersuchen. Es kann daher nicht darum gehen, oberflächliche Vergleiche verschiedener technischer Lösungen anzustellen oder pauschal Situationen mit Medieneinsatz solchen ohne gegenüber zu stellen. Stattdessen sollen die der Interaktion von Menschen und Technik zugrunde liegenden Basismechanismen erforscht werden.
Die so gewonnenen Einsichten sollen dazu beitragen, ein Theoriefundament zu schaffen, welches Mainstream-Konzepte der beteiligten Disziplinen Psychologie, Pädagogik und Informatik mit Erkenntnissen aus dem jungen Forschungsbereich des computerunterstützten Lernens (computer supported collaborative learning, kurz: CSCL) vereint.
Trotz der grundlagenwissenschaftlichen Ausrichtung verliert das SPP die Anwendungsrelevanz seiner Forschung nicht aus den Augen. Im Gegenteil: Empfehlungen, wie der Medieneinsatz durch Strukturierung und Gestaltung verbessert werden kann, können so auf einer solideren und langlebigeren Basis gegeben werden.